#454: By Inferno’s Light (DS9 5.15)

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17. Februar 1997:
Fortsetzung von vorletzter Woche. Das Dominion strömt durchs Wurmloch und erfüllt folgerichtig die Prophezeiung von neulich, dass die Heuschrecken nach Cardassia fliegen. Zuletzt veränderten sich die Machtverhältnisse im Alpha-Quadranten… so bisher nie, denn derart drastisch gab es das selbst im Kino niemals zu sehen. Obendrein gibt’s noch Knastausbruch und einen aufgeschreckten Maulwurf.

In Deutschland: Im Lichte des Infernos, ausgestrahlt am 11. März 1998.

Dieser Beitrag hat 35 Kommentare

  1. Dennis

    Hallo,
    ich bin noch am Anfang der aktuellen Besprechung, finde aber eure Diskussion um den „Plan des Dominion“ äußerst spannend.
    Ich hatte es immer so verstanden, und meine auch dass es irgendwann in der dritten Staffel erwähnt wurde, dass das Dominion schon über tausend (?) Jahre alt ist und auch schon lange vorher über den Alphaquadranten und die Föderation bescheid wusste. Und die grundlegende Agenda ist es langfristig die gesamte Galaxie zu erobern.
    Nur plant das Dominion strategisch über Jahrhunderte wenn nicht Jahrtausende im Voraus.
    Nur durch mit der Entdeckung des Wurmloches kommt der Alphaquadrant schon viel früher als geplant in Kontakt mit dem Dominion, weshalb der Zeitplan drastisch eingekürzt werden muss.
    Dies ist dann die Ursache dafür, dass sich die Ereignisse innerhalb von ein paar Jahren so massiv überschlagen…

    1. Maestro84

      Ich hatte dies nicht so verstanden, sondern eher so, dass das Dominion eben zur Sicherheit der Gründer Ordnung in den bekannten Raum bringen will, was gut funktioniert, selbst über DS9 und Picard hinaus. Das Wurmloch erschafft das sofort eine neue Bedrohung, der sich das Dominion sehr schnell anpassen muss.

  2. Michael from Outer Space

    Der Plan des Changelings, die bajoranische Sonne zu zerstören, geht mir auch deutlich zu weit. Damit wird eine apokalyptische Bedrohung aufgebaut, aber unsere Held*innen können sie *gerade noch* abwenden… und das einzige Ergebnis ist… ein Runabout explodiert. Wow. Das finde ich schwach.

    Der Changeling hätte seine Bombe auf der Station zünden sollen, um sie aus dem All zu pusten. Das wäre ihm zwar ebenfalls nicht gelungen (ansonsten wäre hier die Serie vorbei), aber in dieser Alternativ-Welt-Geschichte richtet die Explosion trotzdem großen Schaden an und viele Leute sterben oder werden verletzt. Dadurch wäre die ständige Bedrohung durch das Dominion viel besser vermittelt worden.

    Warum kann Captain Spencer Sisko eigentlich Verträge mit den Vertreter*innen fremder Völker abschließen? Hätte man dafür nicht eine diplomatische Delegation gebraucht? Oder wurde das im Hintergrund ausgehandelt und der Spencer holte sich nur formal Gowrons Daumenabdruck ab?

    Einige der Probleme mit der Flucht aus dem Gefangengenlager wurden schon besprochen. Ich frage mich außerdem, warum sich die Jem’Hadar in der Zelle von ein paar Gefangenen auf die dümmste mögliche Art übertölpeln lassen. Als skrupelloser Vorta-Lagerkommandant hätte ich hier nicht lange gefackelt und die anderen Zelleninsassen mindestens alle in Einzelhaft gesteckt, sofern sie für weitere Pläne noch gebraucht werden oder sie andernfalls sofort erschießen lassen. Garak „verschwindet“ regelmäßig hinter den Wandpanelen und die Wachen merken es nicht? Das lasse ich einem Film wie „The Great Escape“, der im Zweiten Weltkrieg spielt, durchgehen. Mit all der Star Trek-Technologie hätte das Dominion hier aber ein Gefängnis betreiben können und müssen, das einen Ausbruch deutlich erschwert.

    Das sich Donald Dukat dem Dominion anschließt, ist folgerichtig. Hoffentlich pennt er nicht bei seiner ersten Pressekonferenz als neuer cardassianischer „FÖHRERRR“ ein! Jedenfalls muss er demnächst seine rote Kappe mit dem berühmt-berüchtigten Schriftzug „MAKE CARDASSIA GREAT AGAIN“ tragen, sonst wird das nix mit der Wiederherstellung des Imperiums. Sein Realwelt-Pendant Donnie glaubt übrigens auch, er hätte nicht nur „den Größten“, sondern auch das Obersagen und gibt darum den Bau einer neuen Klasse von Kriegsschiffen in Auftrag, die selbstverständlich nach ihm benannt werden muss. Als ich den Namen las, den das erste Schiff der „Trump-Class“ tragen soll… na ja.
    https://www.derstandard.de/story/3000000301929/trump-klasse-donalds-fiebertraum-vom-eigenen-ki-kriegsschiff

    Von mir bekommt der Zweiteiler „In Purgatory’s Shadow / By Inferno’s Light“ trotz der Ungereimtheiten auch einen Daumen nach oben. Mir gefällt „The Die Is Cast“ zwar immer noch ein Stück besser, aber schön finde ich, mit wie viel Wucht die Story weitererzählt wird.

    1. Maestro84

      Naja, das Thema „Nutzung von KI zur Überwachung“ ist in SciFi-Serien ja immer vernachlässigt, genauso wie Schiffe kaum interne Verteidigungssysteme haben oder sogar ganze Kernwelten ohne Abwehrsysteme dastehen – lobenswerte Ausnahme: Mindestens die Erde in Babylon 5 hat ordentliche Verteidigungssatelliten.

      Guul Dukaaats Wandel fand ich auch immer recht passend, schließlich war er immer recht offen ein Nationalist, der wie ein „Kollege“ in einer anderen SciFi-Serie von alter Größe träumt. Wobei die Cardassianer hier ja wirklich kurz zuvor gelitten haben durch den Angriff der Klingonen. Dukat handelt im Kern nachvollziehbar und nicht entgegen seiner bisherigen Handlungen.

  3. Mister Incredible

    Moin zusammen,

    Schade dass ich zu Eurem Kino-Event verhindert bin, wenn auch aus angenehmem Grunde. (Warpflug nach Risa mal wieder) Macht Ihr eine Aufzeichnung?

    Haben wir es nicht schon so oft gehabt dass beim Zweiteiler es zum Ende hin massiv schwächelte, wenn man offensichtlich versuchte den Plot insanely convenient hin zu twisten (um es mal mit Anglizismen zu sagen)? Shuttle im „Orbit“ eines so winzigen Asteroiden? Die Kiste würde weg driften bei so wenig Gravitation. Und enttäuschend fand ich auch dass wir kein einziges Mal haben den Bashir-Changeling zum CGI-Goo werden sahen. Einen einzigen kleinen Spezialeffekt hätten sie doch noch spendieren können. Außerdem hätte der suizidale Attentäter sich doch aufgrund langer Vorbereitungszeit einen kleinen impulsgetriebenen Space-Bucket basteln können um sich vor der Explosion raus zu beamen und sich später von seinen Linkgenossen wieder einsammeln zu lassen.

    Die Worfsche Balgerei im Ring ging mir auch ein bisschen zu lange, weil natürlich jedem Zuschauer klar ist dass unsere Helden ihre Internierung überleben werden. Ebenso vorhersehbar war die Überwältigung der Zellenwächter nach der Entdeckung der Wandöffnung per Wimmelquirke – schön diesen lüdenscheidischen Fachbegriff mal wieder zu hören!

    Überhaupt – schön Euch zu hören und im ablaufenden Jahr als eine verlässliche Konstante wie eine tachyonengetriebene Sternzeit-Uhr immer ticken zu hören. Danke für die vielen schönen Podcast-Erlebnisse! Liebe Grüße voller Vorfreude auf 2026!

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  4. Altariel

    Ich denke, DS9 hat bereits etabliert, warum die Gründer agieren wie sie es tun, und sie haben nie das Argument „Frieden“ vorgeschoben. Hier ist nochmal der Dialog aus „The Search, Part II“:

    ODO: „You’re the Founders.“
    FEMALE: „Ironic, isn’t it? The hunted now control the destinies of hundreds of other races.“
    ODO: „But why control anyone?“
    FEMALE: „Because what you control can’t hurt you. So, many years ago we set ourselves the task of imposing order on a chaotic universe.“
    KIRA: „Is that what you call it? Imposing order? I call it murder.“
    FEMALE: „What you call it is no concern of ours.“
    ODO: „How do you justify the deaths of so many people?“
    FEMALE: „The Solids have always been a threat to us. That’s the only the justification we need.“

    Ich denke also, die Frage wurde eindeutig beantwortet. Ordnung und Kontrolle über das ganze Universum. Das inkludiert alle Quadranten – Wurmloch oder nicht, die Gefahr der „Solids“ besteht immer, selbst wenn das Wurmloch geschlossen wäre. Die Gründer wissen jetzt von diesen „Bedrohungen“ und könnten nachts nicht nehr ruhig in ihrer Suppe schlafen, selbst wenn das Wurmloch dicht wäre.

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    1. Michael from Outer Space

      Ich frage mich schon lange, wie wohl die Borg und die Changelings übereinander denken. Sie verfolgen ähnliche Ziele mit Kontrolle und Assimilation. In Fan-Foren wird seit Jahren diskutiert, welche der beiden Völker wohl bei einer militärischen Auseinandersetzung überlegen wäre. Diese Frage finde ich aber nicht so interessant wie die wahrscheinlich unterschiedlichen Sichtweisen.

      1. Maestro84

        Schau halt Staffel 3 von Picard. 😉

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        1. Michael from Outer Space

          Mir hat schon Staffel 1 überhaupt nicht gefallen, deswegen begnüge ich mich lieber mit meinem Nicht-Wissen über dieses Thema, nach dem Motto: „Ignorance Is Bliss“.

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        2. Florian

          Ach wird das Thema..? Das würde mich interesieren DSC fand ich ich echt gut aber Picard fand ich schrecklich nie über Folge 2 geschaftt

          1. Maestro84

            Kurzspoiler zu Picard Staffel 3:

            Abtrünnige Wechselbälger arbeiten mit der letzten Borgkönigin zusammen.

          2. Kleiner Bruder

            Ergänzend zu Maestro84: nachdem sie vom Imperium – Verzeihung, von der Föderation – gefoltert worden waren.
            (Ich hab’s auch nicht gesehen, nur verschiedene Rewiews durchgeguckt).

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  5. Florian

    Was für ein Wahnsinn Ende, das war mal ein Twist! Aber Dukat und sein Weg in den Wahnsinn wurde für mich nachvollziehbar aufgebaut nur hat er sich bei seinem Bund mit dem Teufel total verzockt und in Weyoun und Co seinen Meister gefunden

  6. BjoernHH

    Nicht nur das Flucht-Runabout direkt neben dem Gefängnis-Asteroiden war eine ziemliche Frechheit, auch die völlig bekloppten Jem Hadar, denen in der Zelle nicht auffällt, dass da einer fehlt, als sie Worf abholen. Vielleicht schon so in Vorfreude auf den Kampf?

    Zum Thema „Sisko fasst nochmal alles zusammen“:
    Ich habe neulich in einem Artikel gelesen, dass bei heutigen Serien diese Zusammenfassungen bewusst reingeschrieben werden, da ja die Zuschauer:innen von heute gern nebenbei am Handy hängen und Serien so nebenbei laufen lassen, die wolle man dann ja nicht verlieren.
    Alter, wie bitter ist das bitte schön! Es geht den Bach runter mit uns!

    In diesem Sinne – guten Rutsch!

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  7. sternburg

    Mir gehts hier ähnlich wie euch:

    Großartiges Worldbuilding. Außerdem gefällt mir die Handlung der beiden Krieger, die ihre jeweiligen Kämpfe durchstehen müssen, außerordentlich gut. Garak einfach fan-tas-tisch. Und selbst diesen ganzen Worf-Erster-Ehre-Quatsch und den Kampf in der Koje, ich mag das. Vielleicht bin ich einfach gestrickt, aber im Kontrast zu den großen Seelenqualen des Garak ist das schöne 90s Action mit ordentlich Pathos.

    Gleichzeitig sind die Enden einfach nur faul/ überhastet. Und ich möchte bitte, bitte keine Supernova-Bomben mehr sehen. Das ist solcher Schwachsinn, das halte ich nicht aus.

    Auch bei mir reichts aber wegen des Erstgesagten zu einem Daumen hoch.

    Ein paar Details:

    – Mich stört weniger, dass das Runabout der Gefangenen vor der Tür parkt, sowas soll in Gefängnissen und Vernichtungslagern mit Gefangenen-Eigentum schon mal passiert sein. Mich stört vielmehr: Woher wissen die das eigentlich?

    Haben die aus dem Fenster geguckt, und gesehen, dass es da rumkreist? Oder wie geht das?

    – Was wäre eigentlich passiert, wenn Kira schnell genug reagiert und Dukat auf der Abreise abgeschossen hätte? Ich weiß, wie ich das als Dominion sehen würde: Wir fliegen hier friedlich und ohne böse Absichten durch zu unserem legitimen staatlichen Teilgebiet, um das zu erreichen wir nunmal bajoranischen Raum queren müssen, und dann tötet das Flagschiff der Regionalkräfte unseren Statthalter. Für mich an deren Stelle wäre das ein unprovoziertes Kriegsverbrechen und ein offen kriegerischer Akt. Ich würde auf dem Hacken kehrt machen, und mindestens die Defiant, vermutlich aber ganz DS9 aus dem All blasen, mich dabei sehr gerechtfertigt fühlen, und danach genauso weiter nach Cardassia fliegen, wie vorher auch schon.

    Ich kann Kira verstehen, aber richtig klug wäre das wohl nicht gewesen.

    – Ich stolpere auch über die überraschend unzeremonielle Erneuerung des Khitomer-Abkommens, und so wird es wohl jedem gehen. Ich erkläre mir das so (manche würden sagen, ich biege mir das folgendermaßen hin): Die Föderation hat die Kündigung des Abkommens nie akzeptiert und mehrfach nach außen und nach innen deutlich gemacht, dass sie beide Parteien weiterhin an das Abkommen gebunden sieht – und daher an Kampfhandlungen auch ausschließlich zur Selbstverteidigung teilnimmt. Deshalb konnten die Klingonen es durch einseitige Erklärung wieder in Kraft setzen. Gowron wiederum ist als Kriegerkanzler und Chefboss legitimiert, für das gesamte klingonische Reich diese strategische Entscheidung allein zu treffen.

    Sisko wird sicher vorher nochmal kurz in der Zentrale durchgeklingelt haben, ob das Föderations-Außenamt und die Starfleet-Juristen das immer noch so sehen. Von dort gab es grünes Licht, und so konnte er Gowrons Erklärung als Empfangs-, nicht als Verhandlungsbevollmächtigter entgegen nehmen. Letztlich nichts anderes, als der Paketbote mit dem Unterschriftenpad an der Tür.

    Noch Fragen? Das liegt doch auf der Hand, ähem.

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    1. Maestro84

      „Und ich möchte bitte, bitte keine Supernova-Bomben mehr sehen. Das ist solcher Schwachsinn, das halte ich nicht aus.“

      Ein einsamer Kevin nippt jetzt leicht traurig an seinem Jim Beam. Also ich mag ja Supernovabomben, egal ob richtige Bomben oder in Form von aktiven Sternentoren. 90er-SciFi-Serien brauchen solche Sternenzerstörer.^^

  8. CptCalhoun

    Auch beim Rewatch hat mich die Atmosphäre der Folge gut mitgenommen. Was aber auch daran lag, dass ich sie jetzt gleich wieder mit dem ersten Teil am Stück weggeschaut habe. Das Problem ist glaub ich, wenn man Zuviel darüber nachdenkt, werden die Löcher halt deutlich wie in einem Käse.
    Was den Zeitpunkt des Turns von Dukat angeht, denke ich auch, dass dies erst nach der Enttarnung von Martok passiert sein muss. Denke auch, dass er mit seinem Beitrag zu der Aktion dann überhaupt erst mal auf der Bingokarte „Wie übernehmen wir den Alfaquadranten“ der Gründer aufgetaucht ist.
    Was den Wechsel des Dominion zu einer offensiveren Taktik angeht, habe ich mir das immer so erklärt, dass die Gründer nach außen gar nicht so geschlossen sind, wie sie immer tun, sondern es in dieser Suppe „Great Link“ einfach auch verschiedene Fraktionen sind die sich dann gegenseitig mal gegen die andere Seite durchsetzen.
    Generell wäre hier aber wie schon gesagt ein Dreiteiler besser gewesen. Wäre mal spannend zu diskutieren, ob dieser Handlungstrang im modernen Seriendesgin von heute besser wäre. Da man die Handlung von Staffeln ja heute im vorausplant, hätte man die ganze Geschichte um Bashir halt deutlich auf mehr Episoden verteilt und uns vielleicht auch früher daran teilhaben lassen. Freu mich jetzt aber schon auf alles was das noch kommt.

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  9. Randolph Carter

    TaD hat mir auch in diesem Jahr große Freude gemacht!

    Zum Abschluss eine Aktualisierung meiner kleinen Visualisierung eurer Bewertungen:
    https://www.dropbox.com/scl/fi/962j213mswq7t7je3rzdw/TaD_von_Spock_analysiert_2025.pdf?rlkey=zro9c9cwqpfylstubq8164a7w&st=3rft792p&dl=0

    Leider habe ich keine Karte zum Kinoevent mehr bekommen — wow, waren die schnell weg! Glückwunsch zu dem Andrang; freut mich für euch und alle, die dabei sind.
    Vielleicht klappt es ja in einem späteren Jahr.

    Ich wünsche euch einen entspannten Jahresausklang. Auf weitere, spaßige Abenteuer von TaD!

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    1. Michael from Outer Space

      Vielen Dank, Randolph! Ich wünsche dir auch einen Guten Rutsch 🥳 und viele Träume von (oder in?) Kadath! 😉

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  10. Blue Straggler

    Bei der Frage, „Was will das Dominion eigentlich?“ ist mir aufgefallen, dass das Dominion zwei gewaltige Denkfehler macht.
    1) Trotz allem Formgewandele hat das Dominion die Diversität der Solids einfach nicht verstanden. In „The Search“ sagt die weibliche Gründerin, dass man durch das Annehmen einer Form versteht, was es bedeutet, ein Lebewesen zu sein. Dennoch zeigt das Verhalten der Gründer, dass sie denken, dass alle Solids gleich sind, gleich denken und gleich handeln. Das wird auch oft durch Ausdrücke wie „ihr Solids“ oder „ihr Humanoide“ zum Ausdruck gebracht. Das führt dazu, dass das Dominion gerade die Föderation nicht versteht. Viele verschiedene Planeten und Völker die zum gemeinsamen Vorteil zusammenarbeiten ist ja so etwas wie das Anti-Dominion. In „Statistical Probabilities“ wird gesagt, dass das Dominion in Jahrhunderten denkt. Ich frage mich, ob sie einfach sehr langsame Lerner sind und im Alpha-Quadrant einfach mit dem weitermachen, was sie in ihrer Heimat über Jahrhunderte gemacht haben, ohne zu merken, dass man die Strategie vielleicht anpassen sollte.
    2) Das erklärte Ziel der Gründer ist es, von allen Anderen in Ruhe gelassen zu werden. Eine Möglichkeit dazu ist es, den Planeten zu tarnen und jeden, der sich ihm nähert abzuschießen. Doch dies erzeugt nur noch mehr Aufmerksamkeit. Das Dominion hat sich dafür entschieden, die Verteidigungslinie viel weiter nach außen zu schieben. In „The Search“ sagt die weibliche Gründerin „what you control can’t hurt you.“ Das bedeutet, dass das Dominion versucht, alles so zu kontrollieren, dass niemand ihrem Planeten näher kommt. Dass dieser Schutz nötig ist zeigt uns „Improbable Cause“ und „The Die is Cast.“ Dennoch zeigen die nächsten zwei Staffeln DS9, dass der Punkt kommen wird, wo sie die Kontrolle verlieren. Die Tragik des Dominion ist, dass sie nicht einmal in Erwägung ziehen, mit jemand anderem friedlich und gleichberechtig leben zu können.

    1. Maestro84

      Sich zu verstecken mag eine valide Strategie sein, aber was passiert, wenn man doch entdeckt wird? Ich halte die Strategie der Gründer mit der Gründung eines Sternenreichs, welches seine Nachbarn einverbleibt, kontrolliert und ggfls. vernichtet, für die bessere. Und letzten Endes werden sie am Ende auch gar nicht so erfolglos sein:

      – Cardassianer: Sind auf Jahrzehnte hinaus am Boden.
      – Klingonen: Werden auch lange an den Wunden des Krieges lecken.
      – Föderation: Wird konservativer und zieht sich in sich selbst zurück.
      – Romulaner: Müssen erst mit dem Shinzon-Staatsstreich klarkommen und dann erwischt sie ja ein schlechtes Schicksal eh, wodurch sie vernichtet sind.

      Das Dominion hingegen kann leicht neue Schiffe bauen und fertig. Ich bin gespannt, ob wir in Academy neue Infos über das Dominion bekommen?

      1. Kleiner Bruder

        Das römische Reich hat auch lange geherrscht, indem es benachbarte Völker mit Gewalt und kultureller Assimilation kontrolliert hat. Aber diese anderen Völker wollten sich nicht immer anpassen und lernten von den Römern. Dazu kam dann noch eine gewisse Trägheit und Uneinigkeit unter den Römern und so zerbrach das Imperium. Mit anderen Worten, auch Kontrolle ist keine Garantie für Sicherheit.

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  11. heinz

    Paramount und Trägheit.

    Ich habe mich gerade gegen die Trägheit entschieden. Ich war damals einer der ersten der sich paramount gelöst hat. Aber ich habe jetzt Paramount gekündigt.

    Ich hatte jetzt über Weihnachten lange gesucht. Und ich habe keinen einzigen nicht-Startrek-Stream gefunden den ich hätte sehen wollen. Ich habe mich nunentschieden. Ich kaufe mir die Startrek Boxen die noch fehlen und lade diese auf meine diskstation mit EMBY server.

    Ich kann schon jetzt nichts mehr mit dem Netflix-Slop Anfangen. Das dieser nächstens nur noch von KI generiert wird macht es nicht besser. Da kauf ich mir lieber die Klassiker auf dem Flohmi zusammen.

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    1. Maestro84

      Gerade für TAD habe ich mich mir auch bislang DS9 und Voyager auf DVD geholt. Ich wechsel eh alle zwei Monate den Streamingdienst, da will ich gar nicht auf Jahre hinaus an Paramount gebunden sein.

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  12. wolf.414

    Ein Logikfehler der Selbstmordmission des Gründers wird bei der Folge meiner Ansicht nach übersehen:
    Eine Supernova breitet sich mit ca. 1/2 Lichtgeschwindigkeit aus.
    Nun wissen wir nicht wie weit das Wurmloch von der Sonne entfernt ist. Nimmt man aber auch nur 1 AU an, hätte die Flotte schon 15 Minuten, realistisch eher 30-90 Minuten, um alle Leute von der Station zu beamen und auf Warp zu gehen.
    Bajor wäre dann vernichtet, aber die militärischen Kapazitäten der drei Großmächte wären dadurch kaum beeinträchtigt.

  13. Oliver

    Hallo und frohes neues Jahr,
    es ist vllt. ein bisschen weit gedacht, aber wenn die Cardassianer an da Östereich-Ungarn angelehnt sind, dann hier eine andere Interpretation für den Wunsch des Dominions.
    In „Die Welt in Aufruhr“ beschreibt Herfried Münkler das Konzept der Gegenküste. Das Römische Reich wollte Nordafrika unter Kontrolle bringen, um sicherzustellen, dass von dort keine Gefahr droht, die USA haben sich nach dem 2. Weltkrieg auch deshalb dauerhaft in Europa engagiert, damit von hier keine Angriffe über den Atlantik drohen, ebenso in Südostasien/Pazifik.

    Falls das Konzept jemand im Autorenzimmer kannte, würde es Sinn ergeben. Denn wäre das Wurmloch das Mittelmeer und um dauerhaft zu verhindern, dass eine Bedrohung dreut, müssen die Gründer auch den Alpha-Quadranten kontrollieren.
    Viele Grüße

    1. Maestro84

      Da fehlt bei den Cardassianern aber das Multikulturelle der KuK. Die Cardassianer sind mir zu faschistisch und zu wenig konservativ dafür.

  14. Don

    Tja, da hat DS9 also nach Garak und Odo nun auch noch die Cardassianer zerstört.
    Das Volk, das sich selbst als faschistische Herrenrasse verstand, ist nun zum erbärmlichen Kollaborateur mutiert.
    Das ist so, als hätte Hitler nach Abschluss des Nichtangriffs-Pakts gesagt: „So und ab jetzt ist Stalin unser aller Chef! Aber keine Sorge, wir Nazis dürfen da oben auch noch ein bisschen mitspielen.“
    Und später werden die Cardassianer durch Hinzunahme der Breen sogar noch weiter von den Gründern gedemütigt.

    Und Dukat ist ja sowieso eine der undurchdachtesten Figuren in ganz Star Trek. Hü und hott, der macht stets nur das, wofür ihn der Writer’s Room gerade gebrauchen kann. Eine wie auch immer geartete Charakterentwicklung ist so überhaupt nicht möglich. Dass man nicht so recht wusste, was man mit diesem Dukat nun eigentlich machen will, zieht sich wirklich bis zum Ende der Serie durch.

    1. Florian

      Finde ich aber gar nicht Dukat ist für mich der genialste Schurke ever mit Weyoun

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      1. Don

        Bei Weyoun dagegen stimme ich Dir zu.

  15. Katrin

    „Why control anyone?“
    „Because, what you can control, can’t hurt you… so many years ago we set ourselves the task of imposing order on a chaotic universe…“
    „Is that what you call it, ‚imposing order‘?! I call it murder!“
    „What you call it is no concern of ours.“

    – Odo, the Female Changeling, and Kira

    The Search, Part II (episode)

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  16. BlueShirt

    „Der Friedensvertrag vom Kranggahaus…“ :)) Made my day… (Rückspultaste-Hörer wissen mehr)

  17. Murmeli

    Bezüglich jemhadar nigthvision:

    1.) Gene sind zum Teil gekoppelt. D.h. es sind nicht beliebige Veränderungen möglich. D.h hier kann auch einfach ein trade-off gegen ein noch relevanteres Merkmal stattgefunden haben.
    2.) Auch wenn die JemHadar Nigthvision hätten braucht es Zeit zur Anpassung.
    3.) Integrierte Nachtsicht könnte sehr gefährlich sein. Stichwort blenden.

    Allg. der Mensch hat sehr wenige „natürliche“ gute Fähigkeiten. Die Dominanz des Menschen auf unserem Planeten besteht darin das wir. mit den richtigen Tools in fast allen Erdregionen überleben können. Adaption ist das „Powergen“ wenn man es stark vereinfacht darstellen will.

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  18. Ben

    Ich koche mir meinen Mc Rösti selbst?
    (obwohl ich nie McDoof-Kunde war)
    Also darf ich mir Star Trek jetzt selber drehen? Ein Fanfilmprojekt wäre ja ein langgehegter Traum…
    Netflix kündigen geht schon der Kinder wegen nicht…
    Und für einen zusätzlichen Streamingdienst habe ich schlicht nicht das Geld. Ganz generell wird Star Trek mit Paramount plus praktisch hinter eine Paywall gestellt. Natürlich ist das rein technisch auch bei Netflix der Fall, aber faktisch leisten sich die meisten Menschen bereits einen oder mehrere Streamingdienste, und jeder weitere ist eben ein zusätzlicher Kostenfaktor, den sich manche Leute dreimal überlegen müssen.
    Nun ja, ich war nicht „träge“. Habe direkt TAS nochmal durchgeschaut und dabei mitgeschnitten. Die Bildqualität ist natürlich nicht berauschend, aber bei TAS ist dies ja eher zweitrangig.

    „Simon und Sebastian“ ist ein trochäischer Vierheber, „Sebastian und Simon“ ist ein prosodisches Chaos…

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